Deutschland kann seinen Honigbedarf nur zu etwa 25 % aus eigener Produktion decken.
Der überwiegende Teil wird daher importiert, vor allem aus China und Südamerika.
Auf den Etiketten findet sich dann häufig die Kennzeichnung „Honig aus Nicht-EU-Ländern“ oder sogar „Mischung von Honig aus Nicht-EU-Ländern“. Problematisch ist, dass dieser Honig oftmals nicht unseren hohen Qualitätsstandards entspricht.
In vielen Herkunftsländern ist der Einsatz von Antibiotika in der Imkerei üblich, was in der Vergangenheit bereits mehrfach zu Importstopps geführt hat. Zudem wird der Honig dort häufig zu früh aus den Waben entnommen, was einen erhöhten Wassergehalt zur Folge hat. Um ihn haltbar zu machen, wird er künstlich getrocknet, mit deutlichen Einbußen bei Geschmack und Inhaltsstoffen.
Unser Honig hingegen wird ohne den Einsatz von Antibiotika gewonnen, vollständig ausgereift geerntet und schonend kaltgeschleudert, ein Unterschied, den man schmeckt. Auch die Ökobilanz spricht für sich: Kurze Wege und regionale Erzeugung sind klar nachhaltiger als Importhonig aus Übersee.
Das stärkste Argument jedoch bleibt: Honig lässt sich importieren, die Bestäubungsleistung der Bienen nicht. Wer regionalen Honig genießt, unterstützt damit auch die heimische Natur.